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19 | 08 | 2018
Spiel auf Messersschneide
Montag, den 02. Februar 2015 um 11:27 Uhr

Den dritten Mannschaftskampf innerhalb von fünf Wochen mußte unsere zweite Mannschaft am vergangegnen Sonntag leisten. Dafür war die weite Anfahrt nach Ahlen notwendig. Erfreulich war, dass der Tabellennachbar mit vier Ersatzleuten angetreten ist, welches der zweiten Mannschaft Chancen auf einen zählbaren Erfolg hoffen ließ.

Allerdings fing der Mannschaftskampf nicht sonderlich gut an, denn Carsten Kindermann (Brett 1) konnte seinen Gegner mit den Weißen Steinen nicht unter Druck setzen. Somit kam der Gegner schnell zu einer ausgeglichenen Stellung und man einigte sich auf Remis. Siegfried Kipper (Brett 6) mußte leider gegen einen starken Ersatzmann spielen. Siegfried fand leider in der Eröffnung nicht den Raum, um seine Figuren zu entwickeln, so dass er stark unter Druck geriet. Mit den Schwerfiguren fand sein Gegner schließlich die Möglichkeit die gedrückte Stellung von Siegfried zu knacken, und die Partie ging verloren. Als nun auch noch Hartmut Klasmeier (Brett 2) eine falsche Variante in der Eröffnung wählte, wähnten wir uns schon auf der Verlierestrasse. Denn Hartmuts Gegnerin konnte ihren Vorteil geschickt nutzen und die Partie für sich entscheiden. Boden gut machen konnte dann Dr. Peter Swosdyk (Brett 8). Er konnte seine Bauern am Damenflügel in der gegnerischen Hälfte positionieren, wodurch sie, nach dem Abtausch der Schwerfiguren, zu einer Bedrohung für seinen Gegener wurden. Dadurch hatte Peter Zeit, eine Bauernmehrheit am Königsflügel zu erlangen. Das anschließende Lüferendspiel (gegen einen Springer) brachte er souverän nach hause. Für den Ausgleich sorgte dann Thomas Kalkhoff (Brett 3). Er ließ seinen Gegner nicht zur Rochade kommen, wodurch er mit einem Turm weniger agieren mußte. Als dann sein Gegner auch noch ein Schachgebot mit anschließendem Qualitätsgewinn übersah, war der volle Punkt eingefahren. Christian Welz (Brett 7) tat sich schwer gegen die Blockadestellung seines Gegners. Keiner der beiden Kontrahenten traute sich die Stellung zu öffnen. Als Christian dies doch versuchte, fand sein Gegner die richtige Antwort und erspielte sich so zwei Freibauern. Diese konnte Christian letzendlich nicht stoppen, so dass er die Partie aufgeben mußte. Damit wuchs der Druck auf Marcus Isdepski (Brett 4) und Andreas Kalkhoff (Brett 5) den Rückstand aufzuholen. Ein wahres auf und ab erlebte dabei Marcus, der genau wie sein Gegner die zahlreichen Gewinnwege übersah. Dies strapazierte die Nervern der umstehenden Kiebitze bis aufs äußerste, da die Partie nach jedem Zug der beiden Kontrahenten anders ausgehen konnte. Zum Glück übersah Marcus Gegner die eindeutigen Gewinnwege nicht und er konnte die Partie Remis halten. Damit ruhten alle Hoffnungen auf Andreas. Er konnte sich großen Raumvorteil verschaffen und seinen Gegner damit zur Bewegungslosigkeit zwingen. Durch geschickte Figurenpositionierung gelang es ihm sich zwei Freibauern zu ergattern. Nachdem die Schwerfiguren dann abgetauscht wurden, war der verbleibende Springer seines Gegners mit der Verteidigung überfordert und Andreas konnte zum 4:4 ausgleichen. Durch dieses Unentschieden hat die Mannschaft die Abstände zu einem Abstiegsplatz auf fünf Punkte ausgebaut (bei zwei Spielen mehr) und ist erst einmal im sicheren Mittelfeld zu finden. In der nun folgenden längeren Pause gilt es Kräfte zu tanken, um gegen einen direkten Kontrahenten im Abstiegskampf erfolgreich zu sein.