Heute hat unsere 3. Mannschaft bereits die 4. Runde in der Bezirksklasse abgeschlossen. Deswegen ist es an der Zeit eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Runde 1

Am 6. September starteten wir mit einem Heimkampf gegen die 2. Mannschaft von Germania Ruhrhalbinsel. Der Saisonstart schien zunächst für uns sehr unglücklich, da 2 Stammspieler fehlten.

Christian Welz rutschte aufs erste Brett auf und konnte dort ein Remis halten. Die nächsten 3 Bretter mit Dr. Peter Swosdyk, Kristian Kaesewinkel und Eitan Kobrusev brachten 3 Gewinnpunkte auf unser Punktekonto, an Brett 5 steuerte Siegfried Kipper mit einem soliden Remis einen weiteren halben Punkt bei. Max Tran musste sich am Brett 6 leider geschlagen gegen.

Somit hatte WDB 3, wieder Erwarten, mit 4:2 einen sehr guten Saisonstart gegen einen Gegner hingelegt, der nominell einen über 100 Punkte besseren DWZ-Durchschnitt hat.

Runde 2

Diesmal ging es Auswärts gegen Rochade Steele Kray 2. Da der Gegner von Bodo Fieblinger an Brett 1 fehlte, startete der Kampf mit einem Vorteil für uns.

Recht frühzeitig konnte Christopher Lennartz am Brett 6 den ersten regulär erspielten Gewinnpunkt einfahren. Als Nächster gewann Eitan Kobrusev am 5. Brett. Somit war zu diesem Zeitpunkt das Mannschaftsunentschieden bereits gesichert.

Den Gewinn dieser Begegnung sicherte schließlich Peter Swosdyk mit einem halben Punkt an Brett 3. Kristian Kaesewinkel musste sich nach langem, hartem Kampf an Brett 4 leider geschlagen geben. Christian Welz an Brett 2 hatte nach einer Achterbahnpartie (wie die Analyse später ergab) gegen das Blakmar-Diemer-Gambit, den berühmten letzten Fehler gemacht, und musste ebenfalls aufgeben.

Am Ende dieser Runde belegte WDB 3 den 3. Tabellenplatz.

Runde 3

Am 25. Oktober spielten wir daheim gegen Rot-Weiß Altenessen 2. Leider war an diesem Spieltag unser Spitzenbrett abermals verhindert.

Christian Welz musste an Brett 1 nach bereits 32 Zügen die Segel streichen. Dagegen nutzte Peter Swosdyk am zweiten Brett die Chance, mit seinen Turm auf die 7. Reihe einzufliegen, der zugleich einen Läufer und einen Springer gabelte. Außerdem befand sich rechts vom Springer eine weitere ungedeckte Leichtfigur. Eine Gabel, die zugleich ein Spieß ist, hat man auch nicht alle Tage! Nach diesem Zug gab der Gegner auf.

An Brett 3 erreichte Kristian Kaesewinkel nach überzeugendem Mittelspiel eine druckvolle Stellung mit Vorteil am Damenflügel. Nachdem er mit einem Turmzug auf der b-Linie eine unabwendbare Drohung aufstellte, die dem Gegner eine Figur gekostet hätte, gab der Gegner auf.
An Brett 4 hatte Eitan Kobrusev zunächst ein interessantes Mittelspiel, welches zumindest nach einem Unentschieden, wenn nicht sogar mehr, ausschaute. Leider verlor er im weiterem Verlauf der Partie einen wichtigen Zentrumsbauern und später sogar einen Läufer. Schlussendlich musste er sich in einem hoffnungslosen Endspiel geschlagen geben.

Christopher Lennartz und Siegfried Kipper wendeten mit jeweils einem halben Punkt das Unheil eines verlorenen Mannschaftskampfes ab. Am Ende trennten wir uns also mit einem versöhnlichen 3:3 von unserem Gegner.

Runde 4

Heute spielten wir Auswärts gegen Werden 24/80 5. Da der 1. November (Allerheiligen) ein sogenannter stiller Feiertag ist, konnte die Begegnung erst um 13 Uhr beginnen.

An Brett 1 hatte Bodo Fieblinger ein Mittelspiel mit unterschiedlichen Rochaden. Sein König stand am Damenflügel recht sicher, jedoch war sein Bauernsturm auf die Rochadestellung der Gegnerin bereits sehr weit fortgeschritten. Am Ende war der Druck zu stark, und so konnte Bodo als erster einen Gewinnpunkt einstreichen.

Der nächste Siegpunkt kam dann von Michael Beyer, der kurzfristig für den verhinderten Eitan einsprang. Nach einem Angriff auf den Königsflügel, wo der schwarzfeldrige Läufer gedeckt durch die Dame auf der Diagonale bereits in die gegnerische Rochadestellung eingedrungen ist, spielte Michael einen für den Gegner verheerenden Turmhub auf die 5. Reihe, der die gegnerische Dame auf der g-Linie angriff. Nach diesem Zug wurde der Angriff zu stark und der Gegner musste sich geschlagen geben.

Christopher Lennartz hatte eine eigentlich recht solide Mittelspielstellung. Jedoch übersah er eine Mattkombination des Gegners, die ihm zuvor schon aufgefallen war, jedoch in entscheidender Stellung wieder in Vergessenheit geraten ist (ja, das hatten wir alle schon eimal, oder nicht?).

Kristian Kaesewinkel am 4. Brett spielte eine sehr überzeugende Partie, in der er ständigen Druck mit verdoppelten Türmen auf der b-Linie ausübte. Schließlich brach der Gegner unter dem stetigen Druck ein. Kristian stellt mit 3 aus 4 Gewinnpartien seine Spielstärke unter Beweis und belegt, dass er mit seiner derzeitigen DWZ von 1695 deutlich unterbewertet ist.

Christian Welz an Brett 2 hatte eine unangenehme Stellung mit einem Verlustbauern. Er nutzte eine kleine Unachtsamkeit des Gegners, um mit einem Springer einen Gegenangriff zu starten. Gedeckt durch diesen Springer, nahm die Dame den f2-Bauern der gegnerischen Fianchettostellung mit einem Schachgebot. Am Ende bedrohte der Springer auf der gegnerischen Grundreihe die Dame und es drohte gleichzeitig ein Matt auf g2. Nur ein Qualitätsopfer hätte das Unheil noch abwenden können. Der Gegner gab auf.

Dr. Peter Swosdyk spielte nun als Letzter. Nachdem er aus der Eröffnung in ein bequem scheinendes Mittelspiel kam, geriet er jedoch im Verlaufe der Partie in eine für ihn nachteilige Stellung gegen einen Freibauern. Peter bewies seine Verteidigungskünste und nachdem alle Türme getauscht waren, standen alle seine Bauern -bis auf Einem- auf weißen Feldern, wo ihn der gegnerische, schwarzfeldrige Läufer nicht erreichen konnte. Am Ende einigten sich Beide auf ein Remis.

Somit endete der Mannschaftskampf mit einem sehr guten Ergebnis von 4,5:1,5 Punkten. Die 3. Mannschaft erklimmte damit heute mit 7 Mannschaftspunkten und 15 Brettpunkten die Tabellenspitze. Dies ist ein sehr gutes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass WDB 3 die nominell zweitschlechteste Mannschaft der Liga ist.